Samstag, 9. Januar 2016

Simona Ahrnstedt: Die Erbin

Der Weihnachtsurlaub ist für mich immer eine Zeit, in der ich nichts lieber mache, als mit dicken Schmökern, flauschigen Decken und diversen Heißgetränken bewaffnet eine Kuhle in mein Sofa zu liegen (okay, außer vielleicht nach Irland zu reisen, das wird dann irgendwie eingeschoben) :-) Während ich den Rest des Jahres über auch sehr gerne Bücher lese, die mich fordern und zum Nachdenken anregen, möchte ich an den Feiertagen einfach nur bestmöglich unterhalten werden – und diesen Wunsch hat Simona Ahrnstedt mit „Die Erbin“ quasi übererfüllt!

Worum geht’s? Die Schwedin Natalia De la Grip ist eine der angesehensten Unternehmensberaterinnen Europas. Ihr höchstes Ziel ist es, einen Platz im Aufsichtsrat des milliardenschweren Familienunternehmens Investum und somit auch endlich die Anerkennung ihres patriarchalischen Vaters zu gewinnen. Als Natalia aus heiterem Himmel von David Hammar – Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber – zum Lunch eingeladen wird, ist sie zwar misstrauisch, vor allem aber eins: neugierig. Sie lässt sich auf das Treffen ein und ist überrascht, wie überwältigend die Anziehungskraft zwischen ihr und David ist. Doch was sie nicht weiß: David hat noch eine Rechnung mit ihrer Familie offen. Und die letzte Schachfigur, die er bewegen muss, um diese zu begleichen, ist Natalia …

In diesem Buch kommt wirklich alles zusammen: das Flair Stockholms, Glamour, Intrigen und Spekulationen, große Gefühle und ein ordentlicher Schuss Erotik. Noch dazu sind Natalia und David zwei Figuren, die einen wirklich in ihren Bann ziehen. Und auch die übrigen Charaktere sind gut genug ausgearbeitet, um das Interesse des Lesers zu wecken und eine interessante Nebenhandlung zu eröffnen, ohne jedoch den beiden Hauptpersonen dabei die Show zu stehlen. Die (immerhin 600) Seiten fliegen nur so dahin und man rauscht förmlich durch die Handlung.

Mein Fazit: dieser Roman rutscht einem runter wie süffiger schwedischer Glögg nach einem Winterspaziergang. Wenn ihr euch einfach gut unterhalten lassen möchtet und nicht auf der Suche nach dem nächsten Pulitzer-Preisträger seid – greift unbedingt zu!


Bewertung: 5/5

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