Dienstag, 20. Januar 2015

Neu im Regal :-)

Am Wochenende hatte ich Post vom Diogenes Verlag im Briefkasten und beim Öffnen des Umschlags lagen zwei der absoluten Highlights des Bücherfrühjahrs vor mir, die ich euch nun kurz vorstellen möchte. Ich finde ja ohnehin, dass Diogenes ein Gütesiegel mit sich herum trägt, von dem man als Büchermensch auch weiß, ohne dass es dick und fett aufs Cover gedruckt ist. Will sagen: sollte man jemals in der Situation sein, am Flughafengate oder Bahnsteig kurz vor knapp festzustellen, dass man – oh Schreck! – vergessen hat, Reiselektüre einzupacken, empfiehlt es sich, in der nächstgelegenen Buchhandlung willkürlich zu einem Diogenes-Buch zu greifen: man wird garantiert einen tollen Roman in der Hand haben, der einem die Reisezeit versüßt und für großes Lesevergnügen sorgt.

Nun also zu meinen beiden Neuzugängen:

Ian McEwan: Kindeswohl
Der neue McEwan steht schon seit gut zwei Wochen in den Buchhandlungen und ich habe auch schon begeisterte Stimmen gehört. Wir begegnen darin Richterin Fiona Maye, deren Spezialgebiet das Familienrecht ist. Ihre Aufgabe fängt also dort an, wo die meisten Romane zu Ende sind: nach dem Happy End, wenn die rosaroten Wolken irgendwann verpufft sind und es um Scheidung und den Streit ums Sorgerecht geht. In ihrer eigenen Ehe ist sie seit über dreißig Jahren glücklich – bis ihr Mann ihr einen schockierenden Vorschlag unterbreitet. Zeitgleich wird sie mit einem Gerichtsfall konfrontiert, bei dem es um den Widerstreit zwischen Religion und Medizin geht und um einen 17-jährigen Jungen, dessen Leben von Fionas Entscheidung abhängt.
Ein Roman, der sicher viel Stoff zum Nachdenken bietet, wie mir bereits die ersten Seiten gezeigt haben – ich wurde sofort in die Handlung reingezogen und freue mich schon aufs Weiterlesen.


Martin Suter: Montechristo  
Ende Februar erscheint der neue Suter und ich freue mich ganz besonders, ihn nun schon vorab lesen zu dürfen. Die Handlung klingt schon einmal sehr vielversprechend: Ein Personenschaden in einem Intercity und zwei zufällig entdeckte Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Aber bei genauerem Hinsehen bemerkt Videojournalist Jonas Brand schnell, dass es sich dabei nur um die Spitze eines Eisbergs handelt. Was sich daraus entspinnt, ist laut Verlag ein hochspannender Thriller aus der Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker.
Bereits mit seinen Allmen-Romanen hat Suter gezeigt, dass ihm das Kriminalistische durchaus liegt, und so erhoffe ich mir auch von „Montechristo“ tolle Lesestunden. 

Kommentare:

  1. Das sind auch zwei Bücher, die mich stark interessieren :) wünsch dir schöne Lesestunden!

    Liebste Grüße,
    Kasia

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  2. Dankeschön, ich werde dann berichten :-) Bisher fesselt mich der McEwan jedenfalls sehr...
    Liebe Grüße,
    Kerstin

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